Freitag, 5. August 2016

"Über dunkelsten Wolken scheint immer noch Sonne."

"Du kriegst die Leute aus dem Dorf, das Dorf nicht aus den Leuten."
Um hier mal wieder Lat: 53.7 Lon: 9.11667 von Thees Uhlmann zu zitieren.

Es gibt viele Momente, in denen ich bereue, meine Kamera nicht bei mir zu haben. Wie am letzten Dienstag, als ich mit dem Bus an diesem Feld vorbei gefahren bin und sich mit dem Sonnenuntergang ein toller Blick bot. Obwohl ich mich Zuhause am liebsten gleich aufs Sofa geschmissen hätte, habe ich mir dort angekommen einfach schnell meine Kamera geschnappt und habe mich aufs Fahrrad gesetzt mit der Hoffnung, dass die Sonne mittlerweile noch nicht hinterm Horizont verschwunden ist. Und so stand ich eine halbe Stunde auf diesem Feld, gegen einen nassen Strohballen gelehnt, den ich als Stativ umfunktioniert habe und habe mich gleichzeitig gefreut über den Nebel, das Feld und den Sonnenuntergang und geärgert, da der Autofokus meines Objektivs gesponnen hat, meine Kamera generell mich nicht mehr mit der Qualität der Fotos zufriedenstellt und mir ein paar Stunden davor mein Handy und mein Portmonnaie geklaut wurden.
Aber die Bilder existieren (noch). Und mit ihnen dieses eine Gefühl.

Dienstag, 28. Juni 2016

Zeitreisen


Es ist gut ein Jahr her, dass ich diesen Post verfasst habe. Ich habe darin gar nicht viel selber geschrieben, außer dass ich es mal wieder nicht schaffe, meine Gedanken in Worte zu bringen. Und das Mirka bzw. Alexandra von Verdachtsmoment dies viel viel besser hinbekommt. (Unbedingt mehr von ihr lesen. Am besten ihren ganzen Blog, auf Twitter folgen und auf Instagram ihre Bilder herzen.)
Vor gut einem Jahr dachte ich, dass sich diese Zeit ganz anders anfühlen würde. Die Zeit vor, nach und vor allem während des Abis. Bleibt nur die Frage: Wo in dieser Zeitrechnung bin ICH gerade?
Irgendwo dazwischen, das erste Mal voll drin im Leben und unter anderem auch neben der Zeit und Spur. Aber es fühlt sich gut an. Trotz allem. Beziehungsweise wegen allem.

Ich dachte die letzten 3-4 Jahre, schon vor Beginn der Oberstufe bzw. Qualifikationsphase, dass ich die Schule verdammt vermissen werde. Dass ich dieses Gebäude, die Menschen und die lustigen Momente vermissen werde. Ich dachte, dass wird mir die ganze Zeit bewusst sein. Doch das ist es nicht. Ich bin eher erleichtert. Ich bin zufrieden. Ich bin selbstsicherer. Und Selbstbewusster. Mehr, als ich es in der Schulzeit je war und wahrscheinlich auch geworden wäre.
Ich dachte, mir wird das dazu lernen fehlen. Ich dachte, mir wird es fehlen im Geschichts, PW, Philosophie und Deutsch Unterricht zu sitzen und meinem Kopf mit Wissen zu füllen.
Aber trotz des Fehlens der Unterrichtsstunden habe ich so viel gelernt wie noch nie. Und zwar sinnvolle Dinge. Dinge übers Leben, die einem die Schule nicht schafft beizubringen.
Ich will hier nicht alles über glorifizieren, aber mir ging es lange nicht mehr so gut, wie in den letzten Wochen. Und das trotz Prüfungen. Und trotz Stress. Aber es war eben privater Stress. Es war stressig von einer Verabredung zur Nächsten zu springen, aber dafür habe ich noch nie so viel mit Menschen kommuniziert, wie in den letzten Monaten. Ich habe mich noch nie so viel getraut und ich habe noch nie so viel Neues ausprobiert, ohne jegliche Panik diesen und jenen Punkt nicht zu bekommen; diese und jene Hausaufgabe nicht abgeben zu können, weil man zu müde/demotiviert/fertig mit den Nerven war; oder diese und jene Klausur zu vergeigen, weil man doch lieber vor dem Laptop saß und Twitter vollgejammert hat, statt zu lernen.
Ich bin gerne zur Schule gegangen. Abgesehen davon, dass dieses Pflicht- und Druckgefühl immer da war, hat es mir Spaß gemacht, neben den vielen Tiefen. Ich habe gerne gelernt, ich saß gerne im Hintergrund, manchmal habe ich sogar gerne Hausaufgaben gemacht und ich habe mich mit den meisten Leuten auch gut verstanden. Doch trotzdem, vermisse ich das alles nicht.
Es ist schön keine Angst mehr von dem großen DANACH zu haben. Bzw. die ist immer noch da, aber kleiner geworden. Bezwingbarer. Realistischer.

Es ist wie immer alles schwierig in Worte zu fassen. Aber, was ich jedenfalls sagen kann ist: Es geht mir gut. Mal sehen, was der Blog weiterhin machen wird. 

Samstag, 30. April 2016

Freitag, 29. April 2016

Die Havel, das kleine Meer von Berlin

Ich suche häufig nach Worten für das Gefühl, das in mir hochkommt, wenn ich an diesem Ort bin. Aber ich finde keine.